Das Mosaik

Aus Infopedia
Wechseln zu:Navigation, Suche


Der Jugendbehelf für die CaEx ist das Mosaik. Es soll die CaEx dabei begleiten, sich weiterzuentwickeln, sich selbst zu fordern und so zu wachsen. Dabei orientiert sich das Mosaik an den altersspezifischen Entwicklungsaufgaben und den acht Schwerpunkten. Hier findest du eine Hilfestellung für Leiter*innen, wie CaEx mit dem Mosaik arbeiten können und was deine Aufgaben bei der Begleitung der Jugendlichen sind!


Einleitung[Bearbeiten]

Genau wie ein Mosaik ist jede*r einzelne*r deiner CaEx einzigartig, daher gibt es im Mosaik auch keine fertigen Aufgaben zum reinen Abarbeiten. Jede*r Jugendliche kann mit dem Mosaik die eigenen Grenzen aufspüren, sich persönlichen Herausforderungen stellen und mit jedem Erfolgserlebnis wachsen. Für dich als Leiter*in besteht die Aufgabe darin, deine CaEx zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihre Grenzen zu finden und zu überwinden. Das Mosaik und die Arbeit damit ist kein „Muss“ für die CaEx. Das Mosaik ist aber so aufgebaut, dass es die Jugendlichen während ihrer Zeit bei den CaEx in ihrer persönlichen Weiterentwicklung begleiten und unterstützen kann – sieh es also auch als Hilfestellung für euch Leiter*innen und motiviere deine Jugendlichen, es in die Hand zu nehmen!

Bitte lies dir das Mosaik gleich zu Beginn auch selbst durch. Diese Erklärung soll dir als Leiter*in dabei helfen, deine CaEx bei ihren Herausforderungen und ihrer Entwicklung in der CaEx-Zeit bestmöglich zu unterstützen!

Gerade zu Beginn seid ihr als Leiter*innen eine wichtige Stütze für die Jugendlichen bei der Verwendung des Mosaiks. Ihr werdet aber sehen, dass das im Laufe der Zeit weniger wird: die CaEx, die schon länger mit dem Mosaik arbeiten, können ihre Erfahrungen an die neuen Jugendlichen weitergeben und ihnen Ideen und Tipps geben. Motiviere deine CaEx dazu, sich auszutauschen und auch in der Patrulle oder im Trupp über ihre Herausforderungen zu sprechen.

Wie ist das Mosaik aufgebaut?[Bearbeiten]

Das Mosaik besteht aus dem Ankommen in der CaEx-Stufe und drei großen Phasen: Phase 1, Phase 2 und die Challenge. Wichtig ist dabei, dass die Phasen keine fixen zeitlichen Vorgaben haben, sondern von allen CaEx im eigenen Tempo bearbeitet werden sollen!

Ankommen[Bearbeiten]

Beim Ankommen geht es vor allem darum, sich mit dem Thema „Pfadfinder*in-Sein“ bzw. „CaEx-Sein“ auseinanderzusetzen. Das ist besonders wichtig für Quereinsteiger*innen, aber auch ein guter Anstoß für all jene, die schon länger bei den Pfadfinder*innen sind, sich darüber noch einmal Gedanken zu machen. Das Ankommen schließen alle Jugendlichen mit einem Gespräch mit euch Leiter*innen ab. Für Quereinsteiger*innen und alle, die es erneuern möchten, ist das Ende des Ankommens auch ein passender Zeitpunkt für das Pfadfinder*innen-Versprechen. Grundsätzlich gilt: niemand muss das Versprechen erneuern. Motiviere aber deine CaEx, die ihr Versprechen schon seit jüngeren Altersstufen haben, sich über ihr Pfadi-Versprechen Gedanken zu machen und es mit einer persönlichen Formulierung zu erneuern.

Die drei Phasen im Mosaik[Bearbeiten]

Die drei folgenden Phasen (Phase 1, Phase 2, Challenge) beschäftigen sich mit Herausforderungen zu den neun Topics und der Verknüpfung dieser Herausforderungen zu den acht Schwerpunkten. Pädagogische Grundlage der neun Topics sind die Entwicklungsaufgaben. Die Topics sind altersgerecht ausgearbeitet und mit Input-Texten versehen. Wichtig ist, dass du mit deinen Jugendlichen im Rahmen ihrer Herausforderungen mit dem Mosaik über die Topics sprichst und nicht über die Entwicklungsaufgaben – diese sind Teil des pädagogischen Hintergrunds für dich als Leiter*in! Für euch im Leitungsteam hat das Mosaik den Vorteil, dass ihr einen Überblick darüber habt, wo die CaEx in den Entwicklungsaufgaben stehen und ihr diese so gezielt fördern und fordern könnt.

Hier ist eine Übersicht, welches Topic auf welcher Entwicklungsaufgabe aufgebaut ist:

Entwicklungsaufgabe Topic
Eigene Meinung Sag was du meinst, und meine, was du sagst
Werteentwicklung Dinge haben den Wert, den wir ihnen geben
Freundschaft Freundschaften müssen nicht perfekt sein, nur echt
Herausforderungen und Grenzen Traust di nie!
Mitbestimmung Deine Stimme ist wichtig!
Fähigkeiten und Fertigkeiten Alles ist schwer, bevor es leicht wird
Spiritualität Ich, die Welt und alles darüber hinaus
Gemeinschaft Zusammen ist man weniger allein
Geschlechtsidentität Sei du selbst, alle anderen gibt es schon!

Eine genaue Erklärung und stufenspezifische Interpretation der einzelnen Entwicklungsaufgaben findest du im Indigo und im Fachwissen.

Neben den Entwicklungsaufgaben sind die acht Schwerpunkte ein wichtiger Bestandteil in unserem pädagogischen Konzept - im Mosaik sollen sich die CaEx auch damit auseinandersetzen. Auch zu den Schwerpunkten findest du eine genaue Erklärung im Indigo und im Fachwissen.

Aufgabenstellung innerhalb der Phasen und ihr Abschluss[Bearbeiten]

Wie schon erwähnt, soll das Mosaik die CaEx bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung unterstützen, dementsprechend steigern sich auch die Anforderungen der drei Phasen. Nach dem Abschluss der Phasen bekommen die CaEx die dazugehörigen Abzeichen, die Tesserae*, verliehen. In den ersten beiden Phasen sollen sich die die CaEx jeweils pro Topic einer dazu passenden Herausforderung stellen.

Kurz erklärt:
In Phase 1 lernen die CaEx die Topics kennen und können sich entweder aktiv Herausforderungen überlegen oder aber auch im Nachhinein beleuchten, was sie in diesem Bereich bereits herausgefordert hat. Am Ende der Phase 1 wird die blaue Tessera verliehen.
In Phase 2 sollen die CaEx sich aktiv mit ihren Grenzen auseinandersetzen und die Herausforderungen bewusst im Vorfeld überlegen. Ermutige deine CaEx dazu, sich auch mit den Themen zu befassen, die vorher unbewusst oder auch absichtlich vernachlässigt wurden. Am Ende der Phase 2 wird die bunte Tessera verliehen.

Die letzte Phase ist die Challenge. Für die Challenge führt deine Caravelle oder dein Explorer ein Unternehmen möglichst selbständig durch und übernimmt zusätzlich eine Aufgabe im Trupp oder führt eine Aktion durch. Hier geht es nicht mehr darum, sich zu jedem Topic einer Herausforderung zu stellen, sondern sich mit dem Topic oder dem Schwerpunkt zu befassen, in dem die persönliche Herausforderung die größte ist bzw. mit dem man sich bis jetzt am wenigsten beschäftigt hat. Hat ein*e CaEx die Aufgabenstellungen zur Challenge gemeistert, wird die goldene Tessera verliehen!

Du hast dich vermutlich gerade gefragt, was es mit dem Namen „Tessera“ auf sich hat.
Die tessera, Mehrzahl tesserae (Betonung auf dem ersten e), kommt aus dem lateinischen und altgriechischen und bedeutet wörtlich so viel wie „Viereck“. Tesserae bezeichnen die kleinen mehreckigen oder runden Plättchen aus verschiedenen Materialien, die verwendet werden, um Mosaike auszulegen. Auch bei den Abzeichen können die einzelnen Tesserae sich zu einem großen Abzeichen zusammensetzen – wie ein Mosaik!

Wie passen da jetzt die acht Schwerpunkte rein?[Bearbeiten]

Auch im Mosaik beschäftigen sich die Jugendlichen mit den acht Schwerpunkten unserer Pfadi-Bewegung, diesmal aber aus der anderen Perspektive. Die CaEx überlegen sich keine Herausforderung zu einem Schwerpunkt, sondern beleuchten im Nachhinein, welche Schwerpunkte in der Herausforderung vorgekommen sind. Vieles spielt mehreren Schwerpunkten zu, wie bei vielen Programmpunkten gibt es auch zu ihren Herausforderungen meistens nicht nur „den einen“ Schwerpunkt.
Am Ende jeder Phase gibt es einen Ast zur Übersicht, in dem die Schwerpunkte entsprechend ausgemalt werden. Pro Herausforderung/Topic werden für jeden Schwerpunkt 1-6 Dreiecke angemalt, je nachdem, wie intensiv die Herausforderung den verschiedenen Schwerpunkten zugespielt hat. Um den Überblick zu behalten, zu welcher Herausforderung die Dreiecke bereits angemalt wurden, kann das jeweilige Topic-Feld in der Übersicht durchgestrichen werden.

Was ist eine Herausforderung?[Bearbeiten]

Ganz nüchtern erklärt lautet die Definition des Begriffs “Herausforderung” so:
Herausforderung - Anlass, tätig zu werden; Aufgabe, die einen fordert

All eure Jugendlichen werden sich im Laufe ihrer Zeit bei den CaEx persönlich weiterentwickeln. Gezielte Herausforderungen oder auch die Reflexion über Dinge, die sie herausgefordert haben, fördern diesen Prozess. Eure Aufgabe als Leiter*innen ist es, die Jugendlichen dabei zu unterstützen und sie zu motivieren, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Ihre Herausforderungen sollen sie dabei fordern, aber weder über- noch unterfordern! Wichtig dabei ist natürlich, dass die Herausforderungen für die Jugendlichen sehr individuell und unterschiedlich sein können und sein werden. Achtet also immer darauf, die Herausforderungen nicht zu werten, sondern die CaEx dabei zu unterstützen. Die CaEx sollen sich bei der Arbeit mit dem Mosaik mit den Topics auseinandersetzen und für sich persönlich überlegen, was sie schon gut können und wo sie sich selbst weiterentwickeln können. Für manche ist es eine Herausforderung, vor anderen zu sprechen und z.B. ein Startspiel anzuleiten, während andere die Verantwortung für eine Heimstunde oder Aktion übernehmen. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, etwas Neues zu lernen, Wissen zu vertiefen oder etwas, das ihnen wichtig ist, zu verwirklichen. Die Herausforderungen werden auch mit den CaEx mitwachsen – was in der ersten Phase noch fordernd war, passiert später vielleicht schon ganz von allein!

Zur Unterstützung zum Einstieg gibt es eine Heimstundenplanung zum Thema Herausforderungen. Ziel ist, dass die Jugendlichen erkennen, dass Herausforderungen für alle individuell sind. So wird unterstützt, dass zwischen den Jugendlichen ein wertschätzender Umgang mit den individuellen Herausforderungen entsteht und die Unterschiede in den Herausforderungen nicht möglicherweise als „unfair“ angesehen werden. Der Download der geplanten Heimstunde ist bald hier verfügbar!

Wo kann eine Herausforderung stattfinden?
Grundsätzlich können Herausforderungen überall stattfinden. Natürlich werden einige davon im Rahmen von Pfadi-Aktivitäten passieren - Herausforderungen ergeben sich aber auch in allen anderen Bereichen des Lebens. Egal ob Freundeskreis, Familie, Schule oder Arbeit: Jugendliche haben unterschiedliche soziale Felder, in denen sie sich bewegen. Auch dort treffen sie (bewusst und unbewusst) auf Herausforderungen und Hürden, die sie zu bewältigen haben. Diese Herausforderungen können und dürfen gerne ins Mosaik aufgenommen werden!

Was sind deine konkreten Aufgaben in der Begleitung der CaEx?[Bearbeiten]

Grundlegendes[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist deine Aufgabe, deine CaEx in ihrer Arbeit mit dem Mosaik zu unterstützen. Damit deine CaEx gut mit dem Mosaik arbeiten können und es gerne verwenden, ist ein guter Einstieg wichtig – besonders, wenn du viele neu überstellte Jugendliche zu Beginn des Pfadi-Jahres hast. Stell ihnen das Mosaik und seinen Aufbau vor, wie die einzelnen Phasen ausschauen und was dafür zu tun ist. Als Unterstützung wird es mit dem Start ins nächste Pfadi-Jahr (2026/2027) ein Übersichtsplakat dazu geben! Du als Leiter*in bist eine wichtige Ansprechperson – allgemein, aber auch für die Arbeit mit dem Mosaik. Biete deinen CaEx an, mit Fragen zum Leitungs-Team zu kommen und frag hin und wieder nach, wie es ihnen mit ihren Herausforderungen geht. Behalte dabei besonders Quereinsteiger*innen im Blick, die möglicherweise noch etwas mehr Begleitung brauchen. Achte nicht nur zu Beginn darauf, dass du deine Jugendlichen zwar unterstützt, ihnen aber nicht „ihre“ Herausforderungen vorgibst.

Ankommen[Bearbeiten]

Der Start ins Mosaik ist das Ankommen. Sprich mit deinen Jugendlichen über die Fragen, mit denen sie sich auseinandersetzen sollen, und gib ihnen ausreichend Zeit, sich ihre persönlichen Antworten zu überlegen. Der Abschluss vom Ankommen ist ein Gespräch mit deinen CaEx. Besprich mit deinen CaEx, welche Gedanken sie sich zu den Fragestellungen, zum Versprechen und der Pfadfinder*innen-Bewegung gemacht haben. Das kann ein Einzelgespräch sein, darf aber auch in der Patrulle passieren. Achtet darauf, dass alle CaEx zu Wort kommen und sich niemand gezwungen fühlt, etwas preiszugeben, das er*sie nicht möchte. Ihr kennt eure CaEx am besten – findet den geeigneten Rahmen dafür!
Wichtig ist, dass das Tempo auch hier für niemanden zu schnell geht. Bietet den Jugendlichen zum Beispiel an, dass sie nach einer Heimstunde zu euch kommen können. Wenn ihr ein gemeinsames Gespräch führen möchtet, definiert einen Termin, der für alle passt. Sprecht diesen Termin klar aus und überrumpelt niemanden mit einem spontanen Gespräch.

Für alle Quereinsteiger*innen und alle, die es erneuern möchten, ist nun auch das Ende des Ankommens auch ein passender Zeitpunkt für das Pfadfinder*innen-Versprechen. Grundsätzlich gilt: niemand muss das Versprechen erneuern. Motiviere aber deine CaEx, die ihr Versprechen schon seit jüngeren Altersstufen haben, sich über ihr Pfadi-Versprechen Gedanken zu machen und es mit einer persönlichen Formulierung zu erneuern. Bei der Vorbereitung auf das Versprechen achte darauf, dass du deinen CaEx erklärst, worauf das Versprechen basiert und welche Punkte im Versprechen vorkommen. Infos und Hilfestellungen zum Versprechen und zur Versprechensfeier findest du Indigo im Kapitel „Versprechen“.

Phase 1 und 2 – die Herausforderungen[Bearbeiten]

In Phase 1 und 2 begleitest du deine CaEx mit regelmäßigen Gesprächen. Besprich dabei mit ihnen, was Herausforderungen sind und wie sie aussehen können. Eine Herausforderung soll natürlich fordern, aber weder unter- noch überfordern! Diese Herausforderungen werden, wie schon weiter oben genauer beschrieben, für deine Jugendlichen sehr individuell und unterschiedlich sein.

Deine CaEx sollen sich natürlich viel selbst mit ihren persönlichen Herausforderungen auseinandersetzen. Wichtig ist aber, dass du sie dabei sowohl in der Vorbereitung und Planung als auch Reflexion unterstützt. Sei für deine CaEx persönlich da, wenn sie es brauchen, aber ermutige sie auch dazu, sich mit ihrem Trupp oder ihrer Patrulle auszutauschen! Besonders, wenn langjährige CaEx schon Erfahrung mit dem Mosaik haben, können sie den anderen Input, Ideen und ihre Erfahrungen weitergeben.
Gespräche mit Leiter*innen müssen nicht im Anschluss an jede einzelne Herausforderung stattfinden. Frag gerne nach, wie es mit den Herausforderungen läuft, zeige ihnen dein Interesse an ihrem Fortschritt und motiviere sie dazu, sich selbst ihren Herausforderungen zu stellen. Die Häufigkeit der Gespräche passiert nach den Bedürfnissen deiner CaEx und deiner Einschätzung, wie oft sie Unterstützung benötigen. Du kennst deine Jugendlichen am besten!

Wichtig ist aber, dass ein Abschlussgespräch pro Phase geführt wird. Besprich hier mit deiner Caravelle oder deinem Explorer noch einmal ihre Herausforderungen, welche Schwerpunkte er*sie behandelt hat und den persönlichen Fortschritt. Auch dieses Abschlussgespräch muss nicht zwingend als Einzelgespräch stattfinden, je nach Truppgröße bietet es sich an, Gespräche in Kleingruppen zu führen. Achte hier auf die Konstellation der Gesprächsgruppe. Die Jugendlichen sollen selbst wählen können, in welchem Kreis sie das Gespräch führen, das muss nicht die Patrulle sein. Wichtig ist, dass die Jugendlichen sich wohl fühlen und offen sprechen können!

„Ist das eine Herausforderung?“[Bearbeiten]

Diese Frage wird vermutlich häufig auftreten, egal ob von den Jugendlichen oder von euch als Leiter*innen. Da alle Jugendlichen individuell sind und jede*n etwas anderes herausfordert, ist das immer eine Einzel-Entscheidung und es kann keinen pauschalen „Aufgabenkatalog“ geben – das würde auch das Ziel der persönlichen Weiterentwicklung verfehlen.

Am besten ist daher die simple Frage: Fordert dich das heraus? Bzw. rückwirkend: Hat dich das herausgefordert? Ist die Antwort ein ehrliches „Ja!“, ist das auch die Antwort auf die Frage, ob das eine Herausforderung ist. Kann die Frage nicht so einfach beantwortet werden, sprecht etwas genauer darüber, beleuchtet die einzelnen Schritte und formuliert die Herausforderung eventuell etwas um. Du kennst deine Jugendlichen am besten und kannst einschätzen, ob sie ehrlich (auch zu sich selbst) sind – motiviere sie dazu, sich selbst zu fordern! Besonders zu Beginn, also bei den ersten Herausforderungen in Phase 1, gilt auch: Sei nicht zu streng! Auch „kleine“ Herausforderungen sind wichtig, motivieren die Jugendlichen und stärken ihr Selbstvertrauen.

Hier sind noch ein paar Fragenvorschläge für das Gespräch mit deinen CaEx. Du kannst sie für die Vorbereitung der Herausforderungen und für die Reflexion danach einsetzen.

  • Zu welchem Topic machst du diese Herausforderung?
  • Wie fordert dich das heraus/wie hat dich das herausgefordert?
  • Was willst du damit bewirken/was hast du damit bewirkt?
  • Wie möchtest du die Herausforderung umsetzen/wie hast du die Herausforderung umgesetzt?
  • Wann und wie ist deine Herausforderung abgeschlossen?
  • Welche Schwerpunkte passen zu deiner Herausforderung?

Herausforderung „nicht“ geschafft – was nun?[Bearbeiten]

Es kann passieren, dass eure CaEx sich einer Herausforderung stellen und sie nicht das erreichen, was sie sich vorgenommen haben. Doch auch daraus entwickeln sie sich weiter und lernen dazu! Wichtig ist, wie damit umgegangen wird. Besprecht, was umgesetzt wurde und warum das Ziel nicht erreicht wurde. In vielen Fällen war der Versuch selbst schon fordernd und ist damit die eigentliche Herausforderung gewesen!

Es kann auch vorkommen, dass eine Herausforderung nicht umsetzbar ist. Vielleicht hat sich jemand die Herausforderung zu hoch gesetzt (erinnere dich – eine Herausforderung soll fordern, aber nicht überfordern) oder die Umstände haben sich geändert. Auch das ist kein Grund zur Sorge, die Herausforderungen sind nicht in Stein gemeißelt. Sprich mit deinem*deiner CaEx darüber und unterstütze ihn*sie dabei, die Herausforderung umzuformulieren oder eine neue Herausforderung zu finden! Auch wenn sich Herausforderungen ändern dürfen und können, soll es sich nicht dazu entwickeln, dass bei einem kleinen Stolperstein aufgegeben wird. Unterstütze deine Jugendlichen dabei, die Herausforderungen auch zu bewältigen, wenn es einmal nicht ganz leicht wird.

Die Challenge[Bearbeiten]

Wenn sich Caravelles oder Explorer dazu entschieden haben, sich der Challenge zu stellen, haben sie schon einige Herausforderungen gemeistert. Hier ist es besonders wichtig, dass du begleitest und nicht anleitest, Hilfestellung gibst, aber nicht zu viel vorarbeitest. Besprich mit ihnen noch einmal das Unternehmen und die Möglichkeiten, welche Aufgabe oder Aktion sie übernehmen könnten.
Während der Durchführung der Challenge benötigen die CaEx möglicherweise eine intensivere Betreuung und Rücksprache während ihrer Planung für das Unternehmen, aber auch für ihre Aufgabe im Trupp bzw. für die Aktion. Frage nach, wie es ihnen bei der Durchführung geht, aber achte darauf, sie nicht zu bedrängen! Die Motivation soll hauptsächlich von den CaEx selbst kommen, auch wenn du als Leiter*in sie natürlich darin bestärken kannst, die Motivation nicht zu verlieren. Auch bei der Challenge gibt es ein Abschlussgespräch, bei dem sie noch einmal reflektieren, wie es ihnen bei der Bewältigung der Aufgaben ergangen ist, was sie besonders gefordert hat und natürlich worauf sie stolz sind. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Challenge haben deine CaEx etwas Besonderes erreicht, sich vielen, immer wachsenden Herausforderungen gestellt und haben sich weiterentwickelt – das darf gerne gefeiert werden!

… weitere Daten zur Seite „Das Mosaik
KategorieInhaltskategorie 
Indigo +
StatusStatus des Inhalts